Radiologische Interventionen
Die interventionelle Radiologie ermöglicht minimalinvasive diagnostische und therapeutische Eingriffe unter präziser Bildsteuerung. Mithilfe moderner CT-Technologie können viele Behandlungen gezielt, schonend und in der Regel ambulant durchgeführt werden.
In der radiologischen Privatpraxis H15 bieten wir ein breites Spektrum CT-gestützter Interventionen an – insbesondere Biopsien, Drainageanlagen sowie spezielle schmerztherapeutische Verfahren (Periradikuläre Therapie - PRT und Facetteninfiltration) der kleinen Wirbelgelenke.
CT-gesteuerte Schmerztherapie
Die CT-gestützte Schmerztherapie ermöglicht eine gezielte Behandlung von Schmerzen an der Wirbelsäule. Dabei werden Medikamente exakt an den Ort der Schmerzentstehung eingebracht, was zu einer schnellen und effektiven Linderung führen kann.
Periradikuläre Therapie (PRT)
Die PRT wird bei Reizungen oder Kompressionen von Nervenwurzeln eingesetzt, häufig verursacht durch Bandscheibenvorfälle oder Verschleißerscheinungen der Wirbelsäule.
Unter CT-Kontrolle wird eine feine Nadel präzise an die betroffene Nervenwurzel geführt, um dort ein entzündungshemmendes und schmerzlinderndes Medikament zu applizieren.
Ziele der PRT:
- Schnelle Schmerzreduktion
- Abschwellung gereizter Nerven
- Verbesserung der Beweglichkeit
Facetteninfiltration
Die Facetteninfiltration kommt vor allem bei verschleißbedingten Beschwerden der kleinen Wirbelgelenke (Facettengelenke) zum Einsatz.
Hierbei wird unter CT-Steuerung ein Medikament gezielt in oder an die betroffenen Gelenke injiziert, um Entzündungen zu reduzieren und Schmerzen nachhaltig zu lindern.
Typische Beschwerden:
- Chronische Rückenschmerzen
- Nacken- oder Brustwirbelsäulenschmerzen
- Arthrose der Wirbelgelenke
Ihre Vorteile auf einen Blick
- Präzise, bildgesteuerte Behandlung
- Minimalinvasive Verfahren
- Kurze Behandlungsdauer
- Ambulante Durchführung in den meisten Fällen
- Schnelle Rückkehr in den Alltag
CT-gesteuerte Biopsien
Die CT-gesteuerte Biopsie dient der gezielten Entnahme von Gewebeproben bei unklaren Befunden, z. B. bei Tumorverdacht oder entzündlichen Veränderungen.
Durch die millimetergenaue Planung mithilfe der Computertomographie kann die Punktionsnadel sicher und präzise an die betroffene Stelle geführt werden. Dies ermöglicht eine zuverlässige Diagnosestellung bei gleichzeitig minimaler Belastung für den Patienten.
Vorteile:
- Minimalinvasives Verfahren
- Hohe diagnostische Sicherheit
- Meist ambulant durchführbar
- Vermeidung größerer operativer Eingriffe
CT-gesteuerte Drainageanlagen
Drainagen werden eingesetzt, um krankhafte Flüssigkeitsansammlungen wie Abszesse gezielt abzuleiten. Unter CT-Steuerung kann ein dünner Katheter exakt in die betroffene Region eingebracht werden.
Die Flüssigkeit wird anschließend kontrolliert abgeleitet, wodurch Entzündungen effektiv behandelt werden können. In vielen Fällen lässt sich so eine Operation vermeiden.
Typische Einsatzgebiete:
- Abszesse (Eiteransammlungen)
- Flüssigkeitsansammlungen im Bauch- oder Brustraum
- Entzündliche Prozesse
Beratung
Gerne beraten wir Sie persönlich zu den Möglichkeiten der interventionellen Radiologie und erstellen gemeinsam mit Ihnen ein individuell abgestimmtes Behandlungskonzept.
Die Indikationsstellung für interventionelle Eingriffe erfolgt dabei grundsätzlich interdisziplinär in enger Abstimmung mit den zuweisenden Haus- oder Fachärzten anderer Disziplinen, z. B. Orthopädie.
Gerne setzen wir uns bei Bedarf direkt mit Ihren behandelnden Ärztinnen und Ärzten in Verbindung, um die individuellen Voraussetzungen und das optimale Vorgehen im Detail zu klären.
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